Story

Hendrik ist 29, sportverrückt und liebt Spaghetti Carbonara. Er wohnt in Frankfurt und arbeitet in der Versicherungsbranche. Auch wenn ihn sein Job manchmal an den Rand des Wahnsinns bringt – vor allem, da er jetzt auch noch die Leitung eines wichtigen Projekts übernommen hat – macht er ihn sehr gern.

Um in stressigen Zeiten sein Leben nicht aus den Augen zu verlieren und seine Gesundheit im Blick zu behalten, nutzt er die Self-Tracking-Apps Runtastic, YAZIO und Headspace.

Doch die machen sein Leben nicht unbedingt einfacher. Manchmal fühlt er sich in seiner Rolle als präventives, unternehmerisches oder vermessenes Selbst ganz schön überfordert.

Die folgende Geschichte lässt uns an Hendriks Alltagsleben und seinen verschiedenen Selbst-Anrufungen teilhaben. Die Grenzen der Selbste sind dabei fließend und verschwimmen an einigen Stellen. Das ist ganz normal.


#1 Hendrik als präventives Selbst

Montag. 7 Uhr. Hendrik dreht bereits die sechste Runde um den großen See im Frankfurter Ostpark. Doch er hat keine Augen für die blühenden Seerosen und schnatternden Enten auf dem Riedgraben. Vielmehr ist er damit beschäftigt, sich den Schweiß von der Stirn zu wischen und seine müden Muskeln zu noch mehr Kilometern zu drängen. Die Frauenstimme in seinem Ohr …


#2 Hendrik als unternehmerisches Selbst

17:30 Uhr. Hendrik sitzt bereits in dem Eckcafé, das ihn immer an einen Co-Working-Space erinnert: hypermoderne Hängeleuchten, Steckdosen an jedem Sitzplatz und bodentiefe Fensterfronten. Sonja hängt noch im Büro fest – irgendetwas lief wohl bei dem Versicherungswechsel eines Kunden schief und sie darf den Fehler nun wieder glatt bügeln …


#3 Hendrik als vermessenes Selbst

Hendrik kommt zu Hause an und öffnet die Fenster – die Abendluft ist noch mild. Er legt sich aufs Bett und scrollt wie fast jeden Abend durch Instagram und Facebook: Anika schnorchelt gerade auf den Malediven. Benny schreibt noch immer an seiner Masterarbeit. War klar. Und Adidas promotet seinen neuen Laufschuh.  Nachdem er …


#4 Hendrik als …?

Drei Wochen später. Es war nicht leicht. Die ganzen Apps aufzugeben. Im Nachhinein kann Hendrik es nicht fassen, wie sehr diese kleinen, abgerundeten Kästchen auf dem Handydisplay seinen ganzen Tagesablauf bestimmt haben. Und damit sein gesamtes Leben. Jetzt ist er froh, eine Woche komplett …